schlecht “verpackter” Fahrradträger

Mittwoch, 22 Juli 2009

Anfang letzter Woche hatte ich alle Teile bestellt, die ich für meinen Fahrradträger brauche, unter anderem auch den fertigen Wohnwagen Deichselträger, von dem ich dann bestimmte Teile benötige.

Am Wochenende habe ich mich schon gewundert, dass genau dieses Paket mit genanntem Inhalt noch nicht da ist. Als ich am Mo Abend wieder hier in Bamberg an kam hatte ich eine Paketkarte im Briefkasten, dass ich doch bitte ein Paket bei der DHL Filiale abholen soll. Heute kam ich dazu und bekam einen riesigen Karton, ca. 1,4 x 1,0 m und als ich ihn sah war ich zuerst einmal sehr froh, dass ich das Auto und nicht das Fahrrad zur Abholung benutzt habe ;-) Ein kurzer Blick auf den Absender, aha camppartner24, da habe ich den Träger bestellt. Am Auto angekommen erst einmal kurzes Rätselraten wie ich den jetzt nach Hause schaffe, im Endeffekt Dach auf, Paket reingeworfen und ab nach Hause. Da sieht man es mal eben wieder, man braucht ein praktisches Auto und nicht so eine schnittige Franzosenschleuder ;-) Zu Hause angekommen, gleich mal Paket aufgemacht, denn ich muss es ja irgendwie nach Hause schaffen und das am besten mit geschlossenem Dach! In dem riesen Karton fliegen einfach lose der Träger und die Haltestange herum, kein Wunder, dass das Paket immer so gescheppert hat. Bei näherem Untersuchen dann die Ernüchterung, alles total verkratzt. Teilweise ist die eloxierte Schicht komplett weg…

Also gleich mal im shop angerufen und mit dem Geschäftsführer, Herr Müller, gesprochen; er war sehr nett und musste mir mitteilen, dass ihm das Problem nicht unbekannt ist. Er hat gesagt, dass Omnistor/Thule ihre Ware so verschickt und die teilweise schon verkratzt bei ihm Lager liegen. Er hat sich auch schon mit dem Hersteller in Verbindung gesetzt, aber bisher ist nichts passiert. Daraufhin hat er mir angeboten, einen Neuen raus zu schicken und einen Rückholschein bei zu legen, aber konnte mir nicht garantieren, dass der Nächste besser aussieht. Das habe ich abgelehnt und wir haben beschlossen auf einen fast baugleichen Fiamma Deichselträger umzusteigen; er meinte die wären ordentlich verpackt!

Ja glaubt man das denn, warum eloxieren die Ihre Teile überhaupt noch, das Zeugs kommt so fertig beim Kunden an, dass es hoffentlich keiner annimmt. Herr Müller meinte noch, dass es bei meinem Model noch nicht so schlimm wäre, die größeren Träger hätten einen größeren Karton mit noch mehr Teilen und mehr Spiel. Da kann man wirklich kein Omnistore/Thule Zeugs mehr kaufen. Jetzt warte ich auf meinen Fiamma Träger und schiebe hier das riesen Paket von einer Ecke in die andere in meiner kleinen Wohnung :-(

hier noch ein paar “Beweisfotos”:

Fahrradträger selbst bauen

Dienstag, 21 Juli 2009

Eigentlich wollte ich euch in diesem Beitrag schon den fertigen Fahrradträger präsentieren, aber daraus ist leider nichts geworden.

Am Freitag habe ich es nur geschafft das meiste Material abzuholen, ich habe in Mannheim einen Metallhändler aufgetrieben, der auch Bleche zu schneidet, was nicht ganz so einfach war. Dort habe ich Alu-Vierkant-Rohre 50×50x3 mm geordert und Warzenbleche, zum einen als “Boden” bzw. Abdeckung unter den Fahrradschienen und zum anderen baue ich daraus die Heckbeleuchtungseinheit. D.h. darauf kommen dann die Rückleuchten, Kennzeichenbeleuchtung und Kennzeichenhalter. Den Träger habe ich mal wieder in CAD geplant und mich an den schwenkbaren Trägern, die man bestellen kann, orientiert. Der Hauptunterschied ist zum einen, dass mein Model auf die vorhandene Trittstufe montiert wird und zum anderen eben eine geschlossene Plattform bildet, durch die kein Dreck und Staub von unten durch kommen soll. Darauf wird dann der eigentliche Fahrradträger montiert. Wahrscheinlich ist meine Auslegung mit Materialstärke und Befestigungen mal wieder total “oversized”, aber es soll ja halten ;-) Auf die Plattform könnte man auch eine komplette Box bauen, aber ich versuche es erst einmal mit einer Abdeckplane für Fahrräder. Der Träger kann dann, wie seine Vorbilder auch, komplett um 180° geschwenkt werden, sodass man bequem an die Hecktüren heran kommt. Die Beleuchtungseinheit besteht aus 40×40x2 mm Alu-Vierkant-Rohren und eben eines dieser gekauften Bleche, durch die Rohre können dann auch gleich die Kabel verlegt werden, diese enden dann auf einem handelsüblichen 7-poligen Anhängerstecker. Damit der Fahrradträger auch nur heraus schwenkt, wenn ich das möchte, wird er auf der Fahrrerseite mit einem Exzenter-Verschluß fixiert. Um an Fahrradschienen und Halter zu kommen, dachte ich, wäre es günstiger einzelne Ersatzteile zu bestellten, dem war aber nicht so und so habe ich einen Wohnwagendeichselträger bestellt. Davon brauche ich dann nur die Fahrradführungsschienen und einen Teil des Haltebügels, der zwischen die beiden Führungsschienen montiert wird. Außerdem habe ich zwei Abstandshalter bestellt, die dann die Fahrradrahmen am Bügel befestigen. Wenn ich ihn einmal zusammengebaut habe und alle Löcher gebohrt habe, wird er nochmals zerlegt und die Vierkantrohre werden dann Pulverbeschichtet oder ich lackiere sie selbst, muss mal dazu Preise vergleichen. Der Träger wird 2m breit und wird ca. 30cm weiter als die Stufe herausstehen. Zur Abdeckung der Vierkantrohre habe ich Lamellenstopfen bestellt, so kann kein Wasser und Schmutz in die Rohre.

In der CAD Zeichnung habe ich der Einfachheit halber nicht mehr den Bügel konstruiert, der mit den Abstandhaltern die Fahrradrahmen befestigt und den Exzenterverschluß habe ich auch nicht eingefügt. Das Material habe ich zusammen, vielleicht schaffe ich es in zwei Wochen mit dem Bau zumindest anzufangen!

schenkbarer Fahrradträger

Eins habe ich dann doch noch am Wochenende geschafft, ich habe nämlich das Dach neu abgedichtet und hoffe, dass es jetzt eine Weile dicht bleibt! Dieses mal habe ich Weicon Flex 310M benutzt und nicht mehr Sika 221, aber ich denke hauptsächlich war das Dach schon wieder undicht, weil ja mein Dach so stark durch hing. Über den Winter habe ich es ja langsam wieder hoch gedrückt und dann mit Stahl-T-Trägern fixiert, das war wohl selbst für das dauerelastische Sika etwas viel ;-) Das Weicon Dichtzeugs ist aber im Gegensatz zum Sika 221 UV beständig, daher muss es nicht mehr überlackiert werden.

Wassereinbruch

Dienstag, 7 Juli 2009

Heute sind wir wieder von unserem verlängerten Wochenendtrip in den Osten zurückgekommen.

Übers Wochenende haben wir uns mit Dirk & Melanie in Leipzig getroffen und wir haben uns und feines Grillgut gebrutzelt ;-) Holger konnte leider mit seinem Sprinter Postkögel doch nicht kommen, so dass es übersichtlich blieb. Am Samstag Abend hat uns ein Gewitterschauer erwischt und ich hatte einen doch nicht ganz unerheblichen Wassereinbruch an einer alt-bekannten Stelle, nämlich über der seitlichen Schiebetür. Außerdem wollte das Abwasser nicht so recht ablaufen, da muss ich wohl meine kleinen Änderungen, die ich vorletzte Woche bei den Arbeiten vorgenommen habe, nochmals überdenken. Dies werden wohl die vorgezogen nächsten Aufgaben, die ich schnellst möglich abarbeiten muss. Jetzt steht erst einmal odimobil in passender Schräglage auf dem Parkplatz in Bamberg, so dass bei normalem Regen kein Wasser rein laufen sollte.

Ein paar Schnappschüsse vom Wochenende gibt es natürlich im entsprechendem Album zu sehen. Wir standen auf dem Campingplatz Auensee, der fast in Leipzig liegt, aber doch irgendwie mitten im Grünen. Zum Stadtzentrum sind es ca. 7km und man kann stadtauswärts schöne Radtouren am Kanal entlang unternehmen. Der Gärtner hatte wohl gerade Kurzarbeit, denn die Grünanlagen hätten an der ein oder anderen Stelle etwas Pflege vertragen, aber im Großen und Ganzen ein empfehlenswerter Platz!

Von Sonntag auf Montag haben wir odimobil auf dem Campingplatz bei Jena abgestellt und konnten uns abends noch in dem angrenzenden Badesee erfrischen. Das war allerdings auch schon das einzige Highlite des Platzes, die Begrüßung ließ zu wünschen übrig, die Sanitäranlagen sind spärlich und der Gesamteindruck ist nicht wirklich überzeugend, ein Platz den wir nicht unbedingt wieder besuchen würden! Auf dem Rückweg haben wir noch Jena und Weimar besichtigt, wobei uns Weimar mit Abstand am besten gefallen hat, das ist wirklich einen Abstecher wert!

Jetzt geht das verlängerte Wochenende leider doch zu Ende und die Uni ruft wieder…

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