Rost entfernen, lackieren und Alubutylkauf

Donnerstag, 1 Oktober 2009

Heute ging es weiter mit dem Rost entfernen… An den Stellen des Fahrersitzkastens habe ich angefange, da dieser morgen schnell wieder rein muss, um odimobil zur Werkstatt zu bringen, da er ja neue Schlappen bekommt. Erst habe ich mit 100er Schleifscheiben  den Rost entfernt, doch irgendwann hab ich die Geduld verloren und weiter mit der Flex und der Schrubbscheibe gemacht. Eigentlich sahen alle Stellen harmlos aus, aber im Endeffekt war der Rost doch tiefer als man dachte. Es ist noch nichts durch, aber ich musste oft doch mehr abtragen als ich wollte. Dann habe ich die ganzen Stellen gereinigt, entfettet und mit Hamerit bepinselt. Ich hatte nicht mehr genügend Grundierung und ich dachte, da die das Zeug ja schon angeblich direkt auf Rost klatschen, kann es nicht verkehrt sein. So habe ich mir das Grundieren gespart und morgen früh wird dann schnell odimobil fahrbereit gemacht.

In der Mittagspause war ich shoppen und um viele Euronen leichter, viel mehr als ich ausgeben wollte :-( Ich war im Car Hifi Laden in Heidelberg und habe nach Alubutyl gefragt. Der Verkäufer meinte, es wären gerade zwei neue Rollen angekommen und fragte mich gleich, ob ich wüßte was das Zeug kostet. Bei ebay liegt der qm-Preis so bei 25?. Also nicht ganz billig, soll aber das Beste zum Entdröhnen sein und das Beste brauche ich auf jeden Fall bei dem lauten Auto. Ich habe mich noch eine Weile nett unterhalten und sie haben mir zwischen zeitlich verraten, dass Ihre Rollen 40? pro qm kosten. Er hat mir aber versichert, dass sie auch schon mit dem ebay-Zeugs gearbeitet habe und hat mir seinen Mülleimer geziegt. Darin lag das Zeug, was er gerade wieder aus einem Posche heraus gebaut hat. Es saugt Feuchtigkeit und löst sich wieder ab, seitdem kauft er nur noch das ganz Teure und ist mehr als zufrieden. Eine S-Klasse in der Werkstatt bekam gerade eine neue Anlage verpasst und er zeigte mir das Originaldämmmaterial, was Alubutyl war ;-) Eine Rolle brauchte er selbst für einen Citroen C6, der ganz frisch vom Werk, erst einmal zerlegt wurde, weil der Kunde ein ruhiges Auto haben wollte und die zweite gehört mir! So bin ich 200? ärmer aus dem Laden gegangen, aber noch im Glauben, dass es helfen wird. Es ist das Schwerste von allen, mit 4kg/qm und deutlich dickerer Aluschicht, als bei dem ebay-Alubutyl, Gesamtstärke ist 2,2mm. Bevor die Sitzkästen wieder reinkomme, werde ich das Zeug verkleben, sodass die Kästen keinen direkten Kontakt mehr zum Bodenblech haben. Mir wurde außerdem geraden für die höheren Frequenzen oben drauf noch Schaumstoff zu kleben, da werde ich Xtrem-Isolator nehmen, mit dem ich auch die Glasfaserhaube im Fahrerhaus dämmen will. Die Abdeckhaube zum Motor innen werde ich mir auch nochmal vornehmen. Innen ist an einer Stelle alles abgescheuert, da werde ich diesen Eierkartonschaumstoff, den ich als Übergangslösung im Fahrerhaus als Boden hatte, neu einkleben. Von außen kann man das ganze auch dämmen, am besten auch mit Alubutyl und darauf Isolator. Einen hilfreichen Beitrag zum Thema Dämmung findet man bei den Busfreaks, vor allem der ganz unten von wilson

So jetzt trocknet der Lack und morgen gehts hoffentlich weiter, je nachdem wie lange odimobil weg ist…

Ausbau des Sitzkastens Fahrerseite mit Getriebemotor + Standheizung

So hier mal eine Kurzanleitung wie man den Sitzkasten auf der Fahrerseite mit Getriebemotor, etc. heraus bekommt… Ich habe mir das vor genommen, weil Rost darunter zu sehen war und ich das Schadensausmaß ganz genau sehen wollte.

Los ging es, wie immer, mit dem Abschrauben der Sitzkonsolen + Sitze, was inzwischen schon fast blind funktioniert ;-) Die Starterbatterie ist auch schnell draußen, Minus- und Pluspol abgklemmen und dann eine Schraube eines Batteriewinkel-Halters ungefähr in der Mitte des Sitzkastens lösen. Damit kommt man an die ersten beiden Schrauben des Sitzkastens, die es in sich haben, weil sie bei mir total fest gerostet waren. Außerdem ist es da drin richtig dreckig :-D Meine kleine Ratsche hatte einen viel zu kleinen Hebel und ich habe mir dann eine kleine Verlängerung gebaut und mit viel Kraft und Schweiß waren die ersten beiden Schrauben irgendwann draußen. Dann stört aber der Getriebemotor um die verbleibenden drei Schrauben des Sitzkastens zu lösen. Man kann relativ bequem von außen die drei Schrauben des Motors lösen, die ihn fixieren; zwei von ihnen gehen komplett von außen durch den ganzen Motor durch und wehren sich vielleicht etwas. Dann die heikle Frage, wo man ihn vom weiterführenden Gestänge löst? Ich habe mich für die “goldene” Schraube am Motor entschieden (Bild 3), hier ist eine Kerbe um ihn wieder richtig auf zu setzen und beim morgigen Einbau wird sich zeigen, ob es die richtige Entscheidung war. Falls es falsch war werde ich den Beitrag dahin gehend ergänzen ^^ (EDIT: Schraube ist gut, Getriebe läuft wieder) Noch zwei Stecker raus und mit sanfter Gewalt kann man ihm am Winkel, der den Motor innen im Sitzkasten hält vorbei schieben. Dann stört leider noch der Winkel (Bild 1), dieser ist dann aber schnell entfernt und man kann unter dem Fahrzeugboden drei Muttern lösen, danach kann man ihn nach oben hin heraus ziehen. Schon ist alles leer und man muss sich “nur” noch mit den verbleibenden drei Schrauben des Sitzkastens herum ärgern, dann ist alles leer ;-) Bei mir war rings herum unter dem Blech des Sitzkastens, quasi auf der Auflagefläche des Kastens, Rost… Die Arbeit hat sich also gelohnt!

Die Standheizung habe ich mir dann auch noch vorgenommen; man konnte zwar kein Rost sehen, aber später – nach dem Ausbau – gab es doch welchen! Die Heizung ist mit vier Schrauben durch das Bodenblech verschraubt und lässt sich, wie der Winkel des Getriebemotors, durch lösen der Muttern ausbauen. Als die Muttern ab waren habe ich ordentlich gezogen, doch nichts tat sich. Bei mir waren die Löcher für Abgasrohr und Frischluftrohr? so klein, dass die Rohre und erst recht nicht die Schellen durch passten. Also wieder Hände geschwärzt und Schellen und Rohre gelöst, dann konnte man ihn hoch heben. Von oben habe ich dann nur noch die Kraftstoffleitung gelöst und zuvor natürlich noch das Steuerkabel an der Oberseite.

Die Handbremse habe ich drin gelassen, aber laut Tony, ist auch sie einfach mit Muttern von unten fixiert. Das Handbremsseil habe ich aber ausgehängt, da ich die Dichtung erneuert habe. Diese habe ich heute in der Sternapotheke geschenkt bekommen!!! :-D Dazu muss man nur den unteren Stift am Seil lösen und dann kann man bequem dran um z.B. die Dichtung einzufädeln.

Tja, ist doch eine Langanleitung geworden, aber vielleicht hilfts jemandem. Anbei noch Fotos vom Getriebemotor + Winkel

honeypot@odimobil.de