Wasser, Strom & Co

Donnerstag, 19 März 2009

Allzu viel Neues gibt es nicht zu berichten…

Ich bin gerade an mehreren Baustellen tätig, die aber alle noch nicht abgeschlossen sind.

Die erste ist das Abwassersystem. Wir haben die letzten fehlenden Verbindungen zusammengefügt und testen die Dichtigkeit. Leider hatten wir eine undichte Stelle am Siphon der Dusche mit der wir noch kämpfen. Ich verwende das Abwasserrohrsystem von RK Reich und interessanterweise gibt es zwei unterschiedliche Typen von Rohren, die beide den gleichen Außendurchmesser von 28mm haben, aber unterschiedlich in ihrer Wandstärke sind. Das fällt nur bei den Siphons auf, weil diese innen hinein gesteckt werden im Gegensatz zu den andern Verbindungen (T-Verbindung, etc.) Das Rohr, das ich verwende hat 2mm Wandstärke und das andere hat 2,5mm; die haben gefehlt ;-) Das Problem haben wir durch ein anderes Rohr inzwischen gelöst, nämlich das mit der dickeren Wadstärke; ansonsten ist heute wohl Wasser am zweiten Ausgang des Siphons herausgekommen, welches wir heute versucht haben mit Sika zu stopfen… mal sehen, morgen werde ich wissen, ob es geklappt hat und ob dort wirklich das Wasser her kommt/kam. 

Zweite Baustelle ist die Verkabelung. Ich habe mal wieder den Beifahrersitz ausgebaut und noch einiges an der Verkabelung verbessert (Batterie, Stromführung). Außerdem hatte ich den Batterieshunt nicht korrekt eingebaut, denn bei mir liefen nicht alle Masse-Verbindungen der Geräte darüber. Ich habe überhaupt damit angefangen, weil mir Kapazität verloren geht. Sprich die Batterie entlädt sich selbst, obwohl keine Verbraucher an waren. Daher habe ich zuerst den Shunt in Verdacht gehabt, aber das ist alles ok. Jetzt prüfe ich das Ladegerät… Darf es einen messbaren Widerstand von + zu – Verbindung des Ladegeräts geben, wenn es aus ist? Auch hier gibt es noch keine Ergebnisse, aber ich bleibe dran. 

Ansonsten haben wir zum einfacheren Arbeiten die Kanister wieder herausgenommen und dabei habe ich wieder überlegt. ob ich sie nicht gegen einen maßangfertigten Tank tausche. Dieser würde die gleiche Kapazität bieten und viel weniger Raum einnehmen, da er bis unters Bett gehen könnte und nur die Grundfläche von 3 statt 5 Kanistern benötigt. Also wenn jmd. Tipps zu Tankbauern hat, nur her damit.

Das war es auch schon wieder, wenn es Ergebnisse an den Baustellen gibt, erfahrt ihr es natürlich hier ;-)

die Fortschritte

Mittwoch, 7 Januar 2009

Das Wetter ist leider nicht ganz mit mir, erst diese klirrende Kälte, aber so leicht bin ich nicht abzuschrecken, und jetzt wohl der Trumpf des Wettergotts, der Schnee :-(

Bevor es weiss wurde habe ich mich an den Ablauf des Abwassertanks gemacht. Ich habe einen Stutzen an den Tank angebracht und konnte mit einem Schlauch an das Abwasserrohrsystem andocken. Dann über einen Winkel ans Abwasserrohr und an der anderen Seite die bewährte Methode mit dem Aufpressen einer Muffe mit Gewinde. Daran habe ich einen einfachen Kugelhahn befestigt und das Rohr an Alu-U-Profilen befestigt. Ich hätte zwar gern den Hahn hinter der Kögel-Karosserie-Verkleidung versteckt, aber der Tank hängt einfach zu tief dazu… Innen komme ich leider beim Abwasserrohr nicht so gut weiter; die Rohre aus dem Boiler kommen einfach nicht im richtigen Winkel heraus, geht aber leider aus Platzgründen auch nicht anders und daher kann ich ein Rohr nicht schön an der Rückwand des Schranks unterm Bett verlegen. Hab jetzt schon mehrfach alles umgesteckt und umgelegt, verschiebe aber das Winkelproblem immer nur von einer zur anderen Stelle. Leider gibt es nur 45° und 90° Winkel und die Rohre knicken (auch bei Hitze) eher als das sie sich biegen. Daher ist die Verbindung zwischen Bad und Boiler/Küche leider noch nicht fertig.

Ansonsten habe ich immer wenn es dunkel und noch kühler wurde an meiner Heizungssteurung herumgelötet. Das mitgelieferte Kabel ist leider zu kurz um vom Radkasten bis zu meiner Beifahrersitz-Alu-Wand zu kommen, wo meine Steuerungen hinkommen. Daher habe ich mir bei conrad ein 12 adriges Kabel und VGA Stecker besorgt und habe damit das Kabel auf die richtige Länge gebracht. Diese Methode war erheblich günstiger als das überteuerte 10m Kabel aus dem Truma Zubehör.

Da es von Tag zu Tag kühler wurde und mein Motor auch immer schlechter ansprang musste ich mich endlich um die Glühkerzen kümmern. Der Austauch hat eigentlich leichter geklappt als gedacht (ich hatte mich zuvor noch nicht an Motoren o.ä. gewagt ;-) ) Falls jemand die Dinger sucht, hier ein Foto. Es war netter Weise die vorletzte Glühkerze, die defekt war und nicht die ganz hinten. Eigentlich nett, wenn mir Nr. 3 nicht in den Motorraum gefallen wäre und erst einmal spurlos verschwunden war. Da Nr. 1 und 2 ok waren und Nr. 4 auch musste ich wohl Nr. 3 suchen. Ich habe dazu den Unterbodenschutz entfernt, der zugleich als zweite Ölwanne diente. (Ich sah aus…) Nach etwas suchen habe ich sie gefunden und siehe da, sie war auch defekt. (Widerstand weit über 1,5 Ohm) Ich habe auch gleich eine Stelle gefunden, wo das Öl her kommt. Die Ölablassschraube war nicht oder nicht mehr fest. Von oben kommt/kam es aber auch noch irgend woher.Vor dem Ausbau hatte ich noch die Stromversorgung der Kerzen überprüft, aber an allen lag Saft an. Es waren Glühkerzen von Beru drin und ich habe mir auch die selben wieder besorgt. (habe gleich alle vier ausgetauscht) Die passenden sind die Beru GN 858, alternativ sollten auch diese von Bosch passen: 0 250 201 041 [Vorgängermodelle: 0 250 201 026 , 0 250 201 047 siehe BOSCH eCat (ohne Gewähr!)]

Die Anschlüsse am Wasserhahn im Bad habe ich mit Verränkung auch noch irgendwann hinbekommen. Leider kann ich temperaturbedingt das gesamte Wassersystem nicht auf Dichtigkeit hin testen und daher muss das Bad offen bleiben, bis es wieder wärmer wird. (Das Waschbecken kann man leider nur ein- und ausbauen, wenn die Badfront weg ist) Unter dem Badspiegelschrank habe ich noch den Lichtschalter angebracht und eine 12V Steckdose. Die Lampe kommt oben in die dafür vorgesehnen Mulde; es ist jetzt eine Leuchtstoffröhre geworden, eine passende LED-Lampe habe ich leider nicht gefunden, aber im Bad dürfte das Licht auch nicht dauerhaft brennen und 1,5A sind ja gerade so vertretbar ;-) Die Holzunterkonstruktion der Dusche ist inzwischen auch fest, nur die Dusche an sich noch nicht, solange ich nicht sicher weiß, dass der Abfluss dicht ist.

Die Türgummis habe ich auch endlich ausgetauscht, die hatten schon eine dicke Staub- und Sägemehlschicht in der Garage bekommen. Das Türgummi auf der Fahrerhausseite war kein Problem, aber das Gummi an der seitlichen Schiebetür wurde von einem Trittblech verteidigt. Wie alles an diesem Auto war es 1000%ig befestigt, nur leider wollten diese Schrauben nicht mehr raus. Der Kampf hat einen Bohrer das Leben und mich einige Nerven gekostet, aber ich habe ihn gewonnen. Danach war der Austausch kein Problem und man kann jetzt nicht mehr von innen auf die Straße schauen.

Es gibt übrigens ein Fertigstellungsdatum für mein never-ending-project odimobil, wobei fertig noch genau definiert werden muss! Ich zähle dazu ein benutzbares Bad, Hängeschränke, Küche mit Türen und Schubladen, Dachabstützung und Wandverkleidung. Im Idealfall sollte auch das Führerhaus gedämmt und verkleidet sein. Das ganze möchte ich bis zum 12.04.2009 geschafft haben; heute war nämlich mal wieder auf absehbare Zeit Bauende, denn die Klausuren nahen und es geht wohl erst wieder Mitte März richtig weiter.

<— neue Fotos im Umbau-Album —>

“Baufortschritt”

Freitag, 12 Dezember 2008

An den Gänsefüßchen sieht man es schon, ich bin mit dem Arbeitsergebnis von letztem Wochenende nicht ganz zufrieden, weil der vorher/nachher Effekt nicht so groß ist… Aber das ist ja schon häufiger vorgekommen! 

Ich habe endlich mein Boiler-Abwasserproblem gelöst und bin auch sehr zufrieden damit. Noch mal ganz kurz die Problematik: Mein Boiler hat ein 1/2″ Außengewinde als Abfluß und daran wurde ein Abwasserhahn zur Entleerung und ein Überdruckventil mitgeliefert und montiert. An den Ablaßhahn konnte man die 10/12mm Frischwasserschläuche befestigen und damit wollte ich über ein 19mm Schlauch auf mein Abwasserrohr kommen. Ja klingt abgefahren, aber es war die einzige Methode mit vorhandenen Teilen aus dem Campingkatalog am Abwasserrohr anzukommen… (hauptsächlich weil es keine “Rohr<–>Gewinde Übergangsstücke” gibt) Da mir das aber nicht gefallen hat wegen zu vieler Übergänge, etc. bin ich durch den Baumarkt geschlendert und habe in der Heizungsabteilung ein Teil gefunden, dass auf der einen Seite ein 3/4″ Innengewinde hat und auf der anderen Seite ein 22mm Rohr zum verlöten. Naja, die Maße passten nicht ganz zu meinem Abwasserrohr, aber ich dachte ich versuche mein Glück zu Hause es aufzupresssen. Also Metallteil im Gefrierfach eingefroren und Abwasserrohr kurz zuvor mit dem Heißluftföhn erhitzt und dann schnell zusammengepresst… Beim ersten Versuch ging es schief, das Rohr hatte ich zu stark erhitzt und man konnte dem Kunststoffrohr gut ansehen, dass es wieder in seinen Originalzustand zurück wollte und das war definitiv nicht die Rohrform ;-) Beim zweiten Versuch hat es super geklappt und so hatte ich den perfekten Übergang zum Abwasserrohr. Einen neuen Hahn in angemessener Größe habe ich mir auch noch gekauft und dann konnte es weitergehen. Das ganze zusammen zu wurschteln und dicht zu bekommen war die nächste und langwierige Aufgabe. Alle Gewinde wurden mit Hanf und Neofermit abgedichtet und dürften jetzt super dicht sein. Meine vorherigen Versuche mit Teflonband waren nicht sonderlich erfolgreich. 

Über den Ausgang an ihren Boilern hat sich meiner Meinung nach die Firma Elgena nicht so viele Gedanken gemacht. Wenn man deren “Vorschlag” aus Hahn und Überdruckventil angeschraubt hat kam man kaum bis überhaupt nicht mit Schläuchen oder Rohren an deren Anschlüsse, daher habe ich jetzt den Boiler “höher gelegt” und komme jetzt gut unterhalb des Boilers an alle Anschlüsse. Außerdem klappt das so viel besser mit der Schräge des Abwasserrohrs. 

Damit das gesamte Gewicht des Boilers (gefüllt ca. 13,5kg) nicht dauerhaft auf den eingeklebten Radkasten drückt, habe ich mühselig einen “Träger” an den Seitenwänden befestigt worauf der Boiler jetzt sitzt. Der nachträgliche Einbau erforderte doch eine große Portion Akrobatik zwischen Gasrohren und Schränken abzutauchen und ihn zu verschrauben. 

Apropos Träger, in einem Eisenwarengeschäft war ich auch noch und habe nach geeigneten Stützen für mein durchhängendes Dach gesucht. Das Lager war voller wunderschöner, 6m langer, Stahl-T-Träger und anderer Stangen. Bisher konnte ich mich noch nicht für eine Form entscheiden, von der Krafteinwirkung her dürfte ein T-Träger wohl am geeignetsten sein? Vielleicht ist es sogar möglich diesen im Isolator zu “versenken”, sodass man später ihn kaum noch unter der Stoffverkleidung sieht…

Ansonsten habe ich es noch geschafft die Radkästen abzuisolieren, die ich aus irgendwelchen Gründen in der Haupt-Isolierungszeit vergessen hatte. 

Ich merke doch jetzt immer wieder, dass man beim nächsten Wohnmobilausbau (der wohl nicht in nächster Zeit sein wird) einiges anders angehen und vielleicht so manche Schwierigkeit früher erkennen würde. Aber egal, aus Fehlern oder Problemen lernt man ja immerhin ;-)

honeypot@odimobil.de