“Baufortschritt”

Freitag, 12 Dezember 2008

An den Gänsefüßchen sieht man es schon, ich bin mit dem Arbeitsergebnis von letztem Wochenende nicht ganz zufrieden, weil der vorher/nachher Effekt nicht so groß ist… Aber das ist ja schon häufiger vorgekommen! 

Ich habe endlich mein Boiler-Abwasserproblem gelöst und bin auch sehr zufrieden damit. Noch mal ganz kurz die Problematik: Mein Boiler hat ein 1/2″ Außengewinde als Abfluß und daran wurde ein Abwasserhahn zur Entleerung und ein Überdruckventil mitgeliefert und montiert. An den Ablaßhahn konnte man die 10/12mm Frischwasserschläuche befestigen und damit wollte ich über ein 19mm Schlauch auf mein Abwasserrohr kommen. Ja klingt abgefahren, aber es war die einzige Methode mit vorhandenen Teilen aus dem Campingkatalog am Abwasserrohr anzukommen… (hauptsächlich weil es keine “Rohr<–>Gewinde Übergangsstücke” gibt) Da mir das aber nicht gefallen hat wegen zu vieler Übergänge, etc. bin ich durch den Baumarkt geschlendert und habe in der Heizungsabteilung ein Teil gefunden, dass auf der einen Seite ein 3/4″ Innengewinde hat und auf der anderen Seite ein 22mm Rohr zum verlöten. Naja, die Maße passten nicht ganz zu meinem Abwasserrohr, aber ich dachte ich versuche mein Glück zu Hause es aufzupresssen. Also Metallteil im Gefrierfach eingefroren und Abwasserrohr kurz zuvor mit dem Heißluftföhn erhitzt und dann schnell zusammengepresst… Beim ersten Versuch ging es schief, das Rohr hatte ich zu stark erhitzt und man konnte dem Kunststoffrohr gut ansehen, dass es wieder in seinen Originalzustand zurück wollte und das war definitiv nicht die Rohrform ;-) Beim zweiten Versuch hat es super geklappt und so hatte ich den perfekten Übergang zum Abwasserrohr. Einen neuen Hahn in angemessener Größe habe ich mir auch noch gekauft und dann konnte es weitergehen. Das ganze zusammen zu wurschteln und dicht zu bekommen war die nächste und langwierige Aufgabe. Alle Gewinde wurden mit Hanf und Neofermit abgedichtet und dürften jetzt super dicht sein. Meine vorherigen Versuche mit Teflonband waren nicht sonderlich erfolgreich. 

Über den Ausgang an ihren Boilern hat sich meiner Meinung nach die Firma Elgena nicht so viele Gedanken gemacht. Wenn man deren “Vorschlag” aus Hahn und Überdruckventil angeschraubt hat kam man kaum bis überhaupt nicht mit Schläuchen oder Rohren an deren Anschlüsse, daher habe ich jetzt den Boiler “höher gelegt” und komme jetzt gut unterhalb des Boilers an alle Anschlüsse. Außerdem klappt das so viel besser mit der Schräge des Abwasserrohrs. 

Damit das gesamte Gewicht des Boilers (gefüllt ca. 13,5kg) nicht dauerhaft auf den eingeklebten Radkasten drückt, habe ich mühselig einen “Träger” an den Seitenwänden befestigt worauf der Boiler jetzt sitzt. Der nachträgliche Einbau erforderte doch eine große Portion Akrobatik zwischen Gasrohren und Schränken abzutauchen und ihn zu verschrauben. 

Apropos Träger, in einem Eisenwarengeschäft war ich auch noch und habe nach geeigneten Stützen für mein durchhängendes Dach gesucht. Das Lager war voller wunderschöner, 6m langer, Stahl-T-Träger und anderer Stangen. Bisher konnte ich mich noch nicht für eine Form entscheiden, von der Krafteinwirkung her dürfte ein T-Träger wohl am geeignetsten sein? Vielleicht ist es sogar möglich diesen im Isolator zu “versenken”, sodass man später ihn kaum noch unter der Stoffverkleidung sieht…

Ansonsten habe ich es noch geschafft die Radkästen abzuisolieren, die ich aus irgendwelchen Gründen in der Haupt-Isolierungszeit vergessen hatte. 

Ich merke doch jetzt immer wieder, dass man beim nächsten Wohnmobilausbau (der wohl nicht in nächster Zeit sein wird) einiges anders angehen und vielleicht so manche Schwierigkeit früher erkennen würde. Aber egal, aus Fehlern oder Problemen lernt man ja immerhin ;-)

Gaserstabnahme erfolgreich bestanden

Dienstag, 4 November 2008

Gestern habe ich endlich die Gaserstabnahme bei meinem WoMo-Händler in Heidelberg geschafft. Ich hatte dort vor einer halben Ewigkeit vorbesprochen was noch zu tun ist um die Prüfung zu bestehen und trotz anderem Prüfmeister hat alles geklappt. Einen kleinen Schockmoment gab es allerdings als bei der Dichtigkeitsprüfung der Druck abfiel, im Endeffekt hatte er aber die Pumpe nicht fest genug angezogen.

Anschließend wollte ich zum TÜV um die “Abnahme” zum SonderKFZ-Wohnmobil zu bekommen. Ich dachte das schlimmste hast du geschafft und bin gleich nach Wiesloch gefahren, weil ich dort bei der letzten AU-Prüfung einen netten Prüfer hatte, der mir sagte was ich alles brauche um die Nutzungsartänderung zu bekommen. Bis auf ein funktionierendes Abwassersystem und einen Tisch war alles drin, doch leider kann das nur ein Ingenieur abnehmen und der ist nicht immer da. Dann bin ich weiter zu einem GTÜ Partner in der Nähe gefahren wo die HU gemacht wurde, doch leider darf die “Ummeldung” nur der TÜV selbst machen. Dann ging es weiter nach Heidelberg und nach einer halben Stunde Wartezeit hatte ich einen genervten TÜV-Prüfer der nur meinte, erst fertig bauen und eine Gewichtsbestätigung mitbringen, sonst gibts keine Ummeldung. Nachdem ich mich wieder beruhigt hatte dachte ich mir, es ist wie bei der Gaserstabnahme, du musst einen netten Prüfer suchen ;-) Also weiter in Heidelberg zur nächsten TÜV Niederlassung. Dummerweise musste ich dort zu erst bezahlen und ich habe mir schon Sorgen gemacht, dass es wieder nicht klappt, aber es kam eine nette PrüferIN, die mir die Nutzungsartänderung ausgestellt hat. Leider hat während dem ganzen Hin- und Herfahren die Zulassungsstelle zu gemacht und ich muss in zwei Wochen dann noch die Änderung im Schein nachtragen lassen. Übrigens ist definitiv das zulässige Gesamtgewicht 3,5t und die Prüferin hätte mir das auch wieder umgetragen, aber aus steuerlichen Gründen habe ich es mal bei 3120kg gelassen. Es ist also empfehlenswert einen “Gewichtsbescheid” mitzubringen, ich habe nämlich der Dame erzählt, dass sich das Gewicht der Regale mit dem des Holzes deckt ;-)  

Ansonsten habe ich überall so ein bisschen weitergearbeitet. Den ganzen Freitag war ich einkaufen, obwohl ja die ganze Garage voll ist ;-) Das Dach habe ich erst einmal provisorisch abgestützt, damit es nicht immer tiefer “sinkt” und ich es vielleicht langsam sogar wieder in die Waagrechte bekomme. Wenn es wieder “oben” ist, dann werde ich vermutlich einen Träger einziehen. Sa und So habe ich die Badrückwand neu befestigt, mein etwas angeschimmelten Regalboden unter dem Bett abgeschliffen und das Loch zum Motorraum gestopft, was geräuschmäßig schon viel gebracht hat. Beim Ausbauen der Badrückwand habe ich eine weitere undichte Stelle im Koffer gefunden, die vermutlich auch für das Wasser hinter dem Fahrersitz verantwortlich ist. Ich habe die verschlossenen Seitenentlüftungen neu verfugt und gleich noch alle umliegenden Fugen mit. Da ja mein Sika 221 nicht UV beständig ist und vielleicht daher an den unlackierten Stellen schon wieder porös oder aufgerissen ist habe ich dieses mal Lack gekauft (ginstergelb, RAL 1032, die originale Postfarbe) und alle Stellen überlackiert. Richtig entfettet habe ich bei den ersten Sika-Versuchen auch nicht, dieses mal habe ich hoffentlich alles richtig gemacht und die Fuge hält ein paar Jahre…

Das waren auch schon wieder die News, aber das war für mich doch ein großes Zwischenziel, das ich jetzt abhaken kann :-D

honeypot@odimobil.de